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Gewächshaus bauen für den Winter

Einleitung – Winterfestes Gewächshaus bauen

Gewächshaus bauen
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Gewächshaus bauen – Nahezu jeder Hobbygärtner träumt davon; er möchte sein eigenes Gewächshaus bauen. Die Formen, die Ihnen dabei zu Verfügung stehen sind ebenso variabel, wie die Materialien, mit denen Sie Ihr Gewächshaus bauen können.

Was Sie in Ihrem Gewächshaus anbauen möchten und in welchem Umfang, liegt ganz in Ihrem Ermessen. Angefangen vom Minigewächshaus für Ihre Kräuter bis zum beheizbaren Wintergewächshaus für den ganzjährigen Anbau ist alles möglich. Die Form in der Sie Ihr Gewächshaus bauen, können Sie frei wählen, ob es sich um ein freistehendes Gewächshaus handelt oder ein angelehntes Gewächshaus, das an Ihrem Wohngebäude angebaut wird. Welchen Nutzen beispielweise ein freistehendes Gewächshaus bringt sehen Sie hier.

Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=FKmjkAavO6Q (Ing. G. Beckmann KG)

Natürlich gibt es einige Richtlinien, an die Sie sich halten sollten, wenn Sie ein langlebiges und ertragreiches Gewächshaus bauen wollen. So sind der Standort und die Ausrichtung Ihres Gewächshauses enorm wichtig, ebenso die Frage was Sie darin anbauen und nicht zuletzt die finanziellen Mittel, die Sie ausgeben möchten. Daher sollten Sie den gesamten Ablauf Schritt für Schritt planen, bevor Sie das Gewächshaus bauen.

Wir unterstützen Sie auf dieser Seite bei dieser Planung. Wir geben Ihnen die wichtigen Infos und Ratschläge die Sie brauchen um Ihr Gewächshaus bauen und helfen Ihnen Fehler zu vermeiden.

Der Bau eines Wintergewächshauses

Um von vornherein alle Variablen abzudecken, haben wir uns für den Bau eines Wintergewächshauses, der Königsdisziplin, wenn Sie ein Gewächshaus bauen, als Beispiel entschieden.

Die Planung

Eine genaue Planung ist einer der wichtigsten Faktoren, wenn Sie ein Gewächshaus bauen wollen. Von der ersten Idee an sollte jeder Schritt bis zu fertigen Gewächshaus gründlich durchdacht sein. Machen Sie sich zu jedem Schritt Ihre Notizen und fragen Sie bei Dingen die unklar sind lieber einmal zu häufig nach, als später einen Fehler korrigieren zu müssen.

Was soll angebaut werden?

Diese Frage gibt Aufschluss darüber, in welcher Größe Sie Ihr Gewächshaus bauen müssen. Bei Gemüse und ein paar Kräutern für einen Zwei-Personenhaushalt genügen wenige Quadratmeter Anbaufläche. Ist damit ein größerer Haushalt zu versorgen oder ist eine große Auswahl an Lebensmitteln geplant, muss das Gewächshaus größer ausfallen. Grundsätzlich ist die Größe ausschlaggebend für das Material, das verwendet wird, wenn Sie das Gewächshaus bauen. Während bei einem kleineren Gewächshaus ein Holzrahmen genügt, sollten Sie bei einer größeren Bauweise immer auf einen Metallrahmen zurückgreifen.

Wo ist der beste Platz?

Der Wahl der Stelle an der Sie Ihr Gewächshaus bauen ist äußerst wichtig. Zum einen sollte es ein Platz sein, an dem ausreichend Sonneneinstrahlung herrscht, zum anderen sollte der Platz weitestgehend windgeschützt sein. Es sollten nach Möglichkeit keine größeren Bäume in der unmittelbaren Nähe zu Gewächshaus stehen um Schäden an selbigem durch herunterfallende Äste zu vermeiden.

Je nachdem aus welchem Material Sie Ihr Gewächshaus bauen ist eine unterschiedliche Ausrichtung anzuwenden. Bei Treibhäusern, welche aus Doppelstegplatten gebaut werden ist eine Ost-West-Ausrichtung zu bevorzugen. Damit ist der großflächige Seitenteil zum Süden ausgerichtet was für eine ideale Tageslicht- und Einstrahlungszeit sorgt. Sollten Sie Glasscheiben verwenden, wenn Sie Ihr Gewächshaus bauen, dann ist eine Nord-Süd-Ausrichtung besser. So wird die Vor- und Nachmittagssonne optimal aufgenommen ohne, dass das Gewächshaus in der Mittagssonne überhitzt.

Wenn Sie ein angelehntes Gewächshaus bauen wollen, dann sollte das an der Südseite Ihres Gebäudes erfolgen. Bei einem Anbau an eine andere Hausseite (speziell der Nordseite) müssen Sie aufgrund der eingeschränkten Sonneneinwirkung mit geringeren Erträgen rechnen.

Das Fundament

Natürlich ist der Untergrund ein wichtiger Faktor, wenn Sie Ihr Gewächshaus bauen. Hier haben Sie die Wahl zwischen einem Fundament aus Holz, Beton oder Metall.

Die günstigste Variante ist ein Holzuntergrund. Er ist relativ einfach zu installieren und die Materialkosten halten sich in Grenzen. Allerdings ist dieser Boden permanent der Feuchtigkeit des Erdbodens und der Luftfeuchtigkeit Ihres Treibhauses ausgesetzt. Diese Feuchtigkeit greift das Holz schnell an und verkürzt die Lebensdauer der Holzdielen enorm. Die Einsparung, die Sie haben, wenn Sie auf einem Holzfundament Ihr Gewächshaus bauen, wird durch die kurze Lebensdauer egalisiert. Der verfrühte Austausch gegenüber anderen Fundamenten verursacht weitere Kosten.

Die Verwendung eines Stahlbodens ist da ein deutlich wiederstandfähigeres Fundament. Ein Stahlfundament ist in Sachen Preis-Leistung die beste Alternative, sie bietet neben ihrer Langlebigkeit auch eine stabile Bodenverankerung und Stabilität. Für ein Wintergewächshaus ist ein Metallboden weniger geeignet. Das Metall leitet die Wärme vom Inneren des Treibhauses schnell nach außen ab. Dadurch fällt es schwerer die Temperatur im Inneren des Gewächshauses stabil zu halten und der Energieaufwand wird deutlich höher.

Das Betonfundament ist definitiv die Variante, die den höchsten Arbeitsaufwand mit sich bringt. Allerdings ist es die stabilste und dauerhafteste Lösung, wenn Sie Ihr Gewächshaus bauen. Speziell für ein Wintergewächshaus ist ein Betonfundament hervorragend geeignet, da es den unterschiedlichen Temperatureinwirkungen gut wiedersteht. Die Wärme wird in kalten Zeiten optimal gespeichert, gleichzeitig schützt der Beton im Sommer vor zu hohen Temperaturen.

Glas- oder Polycarbonat-Platten?

Wenn Sie ein Gewächshaus bauen wollen dessen Außenflächen aus Glas sind, dann müssen Sie auch eine Möglichkeit der Beschattung einplanen. Glas lässt viel Licht in Ihr Gewächshaus, zusätzlich können Sie (oder Ihr Besuch) jederzeit einen Blick auf Ihre Pflanzen werfen, was zur Verschönerung Ihres Gartens beiträgt. Ohne Sonnenschutz kann die starke Mittagssonne Ihren Pflanzen Schaden zufügen und diese regelrecht verbrennen. Glasplatten sind ein erheblich kostspieligerer Baustoff der zusätzlich noch empfindlich ist.

Polycarbonat- oder Doppelstegplatten sind diesbezüglich wesentlich widerstandsfähiger und günstiger. Doppelstegplatten verfügen über Hohlkammern die eine ideale Wärmedämmung darstellen, diese Isolierung ist nahezu genauso effektiv wie einer Isolierglasscheibe. Zusätzlich sind Sie robuster und stecken problemlos kleinere Schläge ein. Leider sorgt diese Isolierung für eine erhöhte Luftfeuchtigkeit, daher sollten Sie, je nachdem was angebaut wird, für eine ausreichende Belüftungsmöglichkeit beim Bau Ihres Gewächshauses sorgen.

Das Wintergewächshaus beheizen

Ein Wintergewächshaus hat seinen Sinn und Zweck, dass Sie über das ganze Jahr Ihre Kräuter und Ihr Gemüse anbauen und ernten können. So natürlich auch im Winter. Da die Sonneneinstrahlung nicht immer ausreicht, um in der kalten Jahreszeit die Temperatur im Gewächshaus auf dem erforderlichen Niveau zu halten, müssen Sie eine Heizmöglichkeit einplanen bevor Sie Ihr Gewächshaus bauen. Aktuell gibt es drei gängige Methoden ein Gewächshaus zu beheizen.

Elektrische Gewächshausheizung

Mit einer elektrischen Gewächshausheizung haben Sie eine optimale Heizmöglichkeit. Wichtig ist, dass Sie eine entsprechende Stromversorgung mit einplanen bevor Sie das Gewächshaus bauen. Die elektrische Gewächshausheizung kann optimal auf die gewünschte Temperatur justiert werden, zudem erzeugt sie keine Abgase und sie verbraucht keinen Sauerstoff. Auf diese Weise können auch keine durch die Heizung erzeugten Schadstoffe von Ihren Pflanzen aufgenommen werden. Einziger Nachteil, die elektrische Gewächshausheizung sorgt für höhere Stromkosten.

Gasheizung

Sollten Sie auf das Verlegen elektrischer Leitungen verzichten wollen, haben Sie auch die Möglichkeit die Temperatur mittels einer Gasheizung zu regulieren. Diese wird in der Regel über eine Propangasflasche betrieben und eignen sich für Treibhäuser mit einer Grundfläche von bis zu 30 m².

Das Heizen mit einer Gasheizung ist ausgesprochen energieeffizient, da circa 99 Prozent des Energieeinsatzes tatsächlich in Wärme umgewandelt wird. Allerdings muss eine Gasheizung in regelmäßigen Abständen geprüft und der Füllstand der Gasflasche kontrolliert werden. Zudem ist auch hier für eine ausreichende Belüftung zu sorgen, damit in Ihrem Treibhaus keine Sauerstoffunterversorgung entsteht. Die Kosten für eine Gasheizung liegen im Rahmen, daher sollten Sie diese als Alternative in Betracht ziehen, wenn Sie Ihr Gewächshaus bauen.

Petroleum- oder Paraffinheizung

Die dritte gängige Möglichkeit ist das Heizen mit einer Petroleum- oder Paraffinheizung. Ähnlich wie bei der Gasheizung wird hier die Wärme durch eine Verbrennung fossiler Brennstoffe erzeugt. Aufgrund der geringeren Heizleistung sollten Sie diese Option aber nur nutzen, wenn Sie ein kleineres Gewächshaus bauen. Die Vorteile sind die relativ geringen Kosten die deutlich längere Brenndauer von Petroleum oder Paraffin. Bei einem gefüllten Tank läuft die Heizung bis zu fünf Tage ohne neue Befüllung.

Auch in diesem Fall sollten Sie auf die Belüftung achten, wenn Sie Ihr schönes Gewächshaus bauen. Ein weiterer Nachteil ist die Rußbildung, die bei der Verbrennung von Petroleum und Paraffin auftreten kann wenn der Verbrenner falsch eingestellt und defekt ist.

Das Material

Natürlich brauchen Sie eine Menge Material, wenn Sie ein Gewächshaus bauen wollen. Die Hauptbezugsquelle ist dabei der Baumarkt. Dort sind in der Regel alle Teile erhältlich, die Sie brauchen, wenn Sie selbst ein Gewächshaus bauen. Durch eine sorgfältige Planung vor Baubeginn haben Sie schon vor dem ersten Spatenstich eine recht genaue Auflistung der Materialien. Diese können Sie sich in den meisten Baumärkten zusammenstellen und liefern lassen. Baumärkte wie zum Beispiel OBI bieten auch weitreichende Hilfe an um Sie ein Gewächshaus bauen zu können, wie Sie an folgendem Video sehen: Gewächshaus bauen – Rat & Tat

Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=cQd8lxG5Wx0 (OBI)

In der Regel erledigt der Baumarkt auch den erforderlichen Zuschnitt einzelner Bestandteile. Nur wenn Sie sich für die Verwendung von Glasscheiben entschieden haben, sollten Sie diese nach Maß bei einem Glaser bestellen bevor Sie Ihr Gewächshaus bauen.

Natürlich stehen auch andere Materialquellen zu Verfügung, bei vielen Zulieferern haben Sie die Möglichkeit Ihre Teile online nach Maß zu bestellen und sich diese schicken zu lassen. Und auch wenn Sie keine Lust haben den kompletten Bau zu planen und zu vermessen müssen Sie nicht auf Ihr Treibhaus verzichten. Es finden sich diverse Fertigbausätze im Internet und bei den einschlägigen Händlern, die Sie nach der Anlieferung nur noch zusammenbauen müssen.

Die einfachste Methode mit der Sie Ihr Gewächshaus bauen können, ist es bauen zu lassen. In der Regel bieten die Lieferanten von Fertigbausätzen gegen einen Aufpreis auch die Montage vor Ort an. So können Sie sich entspannt zurücklehnen und zuschauen wie die Profis Ihr Gewächshaus bauen.

Was Sie unbedingt beachten sollten, wenn Sie ein Gewächshaus bauen!

Im Regelfall dürfen Sie ein Gewächshaus bauen, ohne dass es hierzu einer behördlichen Genehmigung bedarf. Dennoch gibt es in einzelnen Gemeinden Ausnahmen was die Größe eines Gewächshauses betrifft. Daher sollten Sie sich vorab immer beim zuständigen Bauamt absichern

Wenn Sie ein Gewächshaus bauen ist das immer mir viel Arbeit und Materialkosten verbunden, zusätzlich ist ein Treibhaus gegenüber Witterungseinflüssen (Sturm oder Hagel) recht empfindlich. Daher macht es natürlich Sinn Ihre Investition entsprechend zu schützen. Die meisten Inhaber eines Grundstücks mit einem Wohngebäude haben dieses gegen Schäden versichert. Dennoch sollte hier nochmals die Versicherungspolice studiert werden, die meisten Versicherungen schließen Gewächshäuser aus. Sollten Sie also keine Versicherung für Ihr Grundstück haben oder diese den Schutz für Gewächshäuser ausschließen, sollten Sie hier Ihre Police entsprechend erweitern, wenn Sie ein Gewächshaus bauen.

Sechs Fehler die Sie vermeiden sollten, wenn Sie Ihr Gewächshaus bauen!

  1. Fehlerhafte Planung.
    Hier sollten Sie immer eine zweite oder dritte Person über die Pläne schauen lassen um Fehler auszuschließen.
  1. Falsches Fundament.
    Finden Sie vorher heraus, welches Fundament für Ihre Böden am besten geeignet und welche Bauart zu bevorzugen ist.
  2. Die Qualität des Materials.
    Natürlich ist jeder darauf bedacht die Kosten so gering wie möglich zu halten. Dennoch sollten Sie auch bedenken, dass es einen Grund gibt weswegen einige Materialien so viel billiger sind als andere. Wenn Sie ein langlebiges Gewächshaus bauen wollen sollten Sie beim Material nicht zu sparsam sein.
  3. Bauen bedeutet auch pflegen.
    Wenn Sie ein Gewächshaus bauen, bedarf dieses natürlich auch nach der Fertigstellung einiger Pflege. Daher sollten Sie regelmäßig alle Teile kontrollieren und beschädigte Teile sofort austauschen damit Ihr Gewächshaus auch in ein paar Jahren noch schön anzuschauen ist.
  4. Farbe und Lasur.
    Egal ob Sie für den Rahmen Holz oder Metall wählen, Sie sollten alle Teile mit einem schützenden Anstrich versehen, bevor Sie Ihr Gewächshaus bauen. Auch später müssen Sie den Anstrich an allen witterungsempfindlichen Teilen regelmäßig erneuert um Korrosion und Verwitterung vorzubeugen.
  5. Fehler bei der Belüftung.
    Eine gute Belüftung ist für Ihr Gewächshaus extrem wichtig. Eine schlechte Belüftung kann eine zu hohe Feuchtigkeit nach sich ziehen (Schimmelbildung), eine zu starke Lüftung kühlt Ihr Treibhaus zu schnell aus.
  6. Falsch Lage.
    Ist die Stelle, an der Sie Ihr Gewächshaus bauen falsch gewählt, kann die Sonneneinstrahlung nicht optimal ausgenutzt werden. Daher sollten Sie eine Zeitlang beobachten wo sie auf Ihrem Grundstück die idealen Lichtverhältnisse haben.

Fazit

Um ein schönes, langlebiges und funktionierendes Gewächshaus bauen zu können bedarf es einiger wichtiger Schritte. Eine gründliche Planung der Abläufe, der Materialbeschaffenheit und -beschaffung sowie der Stelle, an der Sie Ihr Gewächshaus bauen wollen, sind dabei exorbitant wichtig.

Daher sollten Sie niemals zu stolz sein eine fachkundige Person um Rat zu fragen, wenn etwas unklar ist. Ein Fehler in der Planung kann später die Kosten deutlich erhöhen oder im schlimmsten Fall das Gewächshaus unbrauchbar machen. Das alte Sprichwort „Wer billig baut, baut doppelt“ trifft auch hier vollständig zu.

Lassen Sie sich Zeit, seien Sie nicht zu sparsam beim Material und bedienen Sie sich jeder Hilfe die Ihnen angeboten wird. Dann werden Sie für lange Zeit Freude an Ihrem Gewächshaus und seinen Erträgen haben.

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